Die Sommerferien sind vorbei

und die Schüler wieder im Garten – metamorphosiert zu 7.Klässlern!
Alles ist tüchtig gewachsen, blüht und fruchtet und manchmal kommen wir kaum durch!

20110822-164310.jpg

Erkenntnisse

Schön, dass man sich wieder an solche elementaren Bedürfnisse erinnert!

Tagesanzeiger
Dienstag 19. Juli 2011 | 10:18 Uhr

Home Blogs Mamablog

Das Natur-Defizit-Syndrom
Von Michèle Binswanger am 19 .7. 2011

In der Natur finden die Kinder ein seelisches
Gegenüber.
Für die Generation heutiger Eltern gehören
Naturerfahrungen – der Geruch nasser Erde, das
Kratzen von frischem Heu, das Geräusch von
brechendem Eis in Pfützen – zu den intensivsten
Kindheitserinnerungen. Ironischerweise aber hält
gerade diese Generation ihre Kinder immer mehr
davon ab, Ähnliches zu erleben. Früher schickte man
Kinder zum Spielen nach draussen, heute fährt man
sie in die Klavierstunde, ins Fussballtraining, zu
Freunden, oder man stellt sie mit dem Fernseher
ruhig. Das passiert übrigens auf dem Land fast
genauso häufig wie in der Stadt. Ab und an ringt man
dem Korsett des familiären Terminplans einen
Nachmittag für einen Ausflug aufs Land ab, damit die
Kinder ein bisschen ins Grüne kommen.
Es ist irgendwie banal festzuhalten, dass der Mensch
die Natur braucht. Nicht nur als Rohstofflieferantin,
sondern als Gegenüber. In jüngster Vergangenheit ist
eine ganze Flut von Forschungsarbeiten und
Publikationen erschienen, welche die Binsenweisheit
mit wissenschaftlichen Mitteln belegen. Und davor
warnen, dass der industrialisierte Mensch sich von
seinen natürlichen Wurzeln entfremdet. Das Gefühl
der Zugehörigkeit zu einer belebten Welt sei für die
seelische Entwicklung unverzichtbar, denn «so wie der
Mensch von den Körpern der Tiere und Pflanzen als
Nahrung abhängt, so benötigt er ihre Gegenwart zu
seiner emotionalen und kognitiven Entfaltung», sagt
etwa der Biologe und Naturphilosoph Andreas Weber
in seinem neuen Buch «Mehr Matsch». In der Natur
finden Kinder ein Gegenüber, das nicht auf sie bezogen
ist, von dem sie aber dennoch Teil sind.
Nur haben Kinder weltweit immer weniger
Gelegenheit, dieses Gegenüber zu erfahren. Der
prominenteste Warner vor einer neuen
Naturvergessenheit ist der amerikanische Autor
Richard Louv. In seinem 2005 erschienenen und
diesen Herbst auch auf Deutsch erscheinenden Buch
«Last Child in the Woods» stellt er die These auf, dass
Störungen wie Depressionen, Angst- und Essstörungen
unter Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren
deshalb so sprunghaft zugenommen haben, weil sie
immer weniger in Kontakt mit der Natur kommen.
ADHS, an dem inzwischen jedes fünfte deutsche Kind
leidet, müsste eigentlich Natur-Defizit-Störung heissen,
so Louv.
Das scheint einleuchtend. Schliesslich entwickeln auch
im Zoo eingesperrte Tiere Verhaltensauffälligkeiten.
Aber ist es wirklich die Natur, die unseren Kindern
fehlt? Die Vorstellung, dass allein der Aufenthalt in der
Natur Kinder zu besseren, gesünderen und
glücklicheren Menschen macht, hält der
Kinderpsychologe und Familientherapeut Raimondo
Lettieri für übertrieben. Das Problem sieht er eher
darin, dass heutige Eltern sich wie die Eventmanager
ihrer Kinder aufführten. Man verplant ihre ganze
Freizeit, überwacht jeden ihrer Schritte, ist in
ständiger Sorge, sie könnten sich beim Spielen
verletzen, von einem Baum fallen, im Verkehr zu
Schaden kommen oder einem Sexualverbrecher in die
Hände fallen. So halten sich die Kinder zwar wohl im
Grünen auf, im Park oder auf dem Fussballplatz, aber
sie kommen nicht dazu, auf eigene Faust etwas zu
unternehmen.
Wenn die Verhaltensauffälligkeiten daher rühren, dass
die Kinder eingesperrt sind wie im Zoo, dann sind es
nicht die fehlenden Bäume, die sie krank machen,
sondern die fehlende Freiheit. Die fehlende Wildnis.
Es sind die hyperfürsorglichen Eltern, die den
Erfahrungshorizont der Jungen zubetonieren.

Ruheplatz

image

Rosenveredeln

image

image

image

image

Jetzt ist schönes heisses Wetter. Die 10. Klasse kann nun anwenden, was wir bisher geübt hatten : das Veredeln von Rosen. Das geht so : in einen Wildrosentrieb, der für diesen Zweck gezogen wurde, werden mehrere Augen (Knospen, die noch nicht ausgetrieben haben) eingesetzt.  Zuerst wird das Auge geschnitten, dann wird ein Schnitt in die Rinde des Wildrosenstämmchens gemacht, die Rinde aufgeklappt, das Auge hineingeschoben und zuletzt mit einem Zellophanstreifen gut eingebunden. Nun können die beiden teilungsaktiven Zellschichten – das Kambium zusammenwachsen. Wenn alles gut geht,  werden im nächsten Frühling die Augen der Edelrose austreiben. Auf der Wildrose wächst dann eine Edelrose.

Wachsschafe

20110612-215135.jpg

Am Waldrand habe ich diesen seltsamen Strauch entdeckt. Bei genauem Hinsehen zeigte sich, dass es Wollläuse sind. Diese saugen Pflanzensaft und scheiden aus vielen Drüsen einen Wachsfaden aus, der bis zu einem cm lang sein kann. Die einzelne der eher grossen Blattläuse sieht wie ein kleines, weisses Schaf aus.

Kinderzeichnungen

Kindern gelingt es, mit wenigen Strichen und Farben das Wesenhafte der Natur auszudrücken. So wie sie es erleben. Eine Schmetterlings- und eine Bienenzeichnung aus der 2. Klasse:

20110612-120238.jpg

20110612-120404.jpg

20110612-120502.jpg

Wer kennt diese Pflanze? Lösung

Leider hat sich niemand getraut, eine Lösungsmöglichkeit anzubieten… Nun ist ein Nebentrieb ist gewachsen und es zeigt sich deutlich, das es eine Kohlpflanze ist also eine Missbildung. Mit einer solchen sagt die Pflanze: Schaut, ich habe viele Möglichkeiten in mir – ich kann sogar so etwas machen, was bei anderen Pflanzen anzutreffen ist. Ich habe viele Bildungsmöglichkeiten in mir.

Bei genauem Hinschauen entdecken wir in der Natur oft solche Varietäten. Meistens verschwinden sie wieder, manchmal bereichern sie den Garten als eine neue Spielform einer Art.

20110607-174507.jpg

Nieselregen

Die Schönheit eines Spinnennetzes nach einem feinen Nieselregen. Oft berühren auch unscheinbare Dinge.

20110602-113247.jpg

Rosenduft

Im Schulgarten haben wir Sträucher der Duftrose Rosa damascena trigintipetla gepflanzt. Aus den Blüten wird das sehr kostbare Rosenöl destilliert welches in Kosmetika verwendet wird. 1 Million Blüten gibt 1 Liter Rosenöl!
Wir sammeln die Rosen um diese Jahreszeit jeden Tag vor 10 Uhr, legen sie in Schalen und lassen sie langsam trocknen. Am Bazar wird sie von den Kräuterfrauen verwendet und an meinem Pflanzenstand kann man einen Rosenblütentee trinken.
Eine Schülerin, welche die Blüten heute erntete fragte mich, ob sie die Schale mit dem Handy fotografieren dürfe – es sehe so schön aus. Das habe ich dann auch zum ersten Maöl so richtig bemerkt und mir auch ein Bild gemacht:

20110531-210806.jpg

Salat

Die 6. Klässler haben den ersten Salat geerntet! Die Köpfe sind wirklich schön geworden und haben hoffentlich gut geschmeckt.
Bis Ende Mai sollte der Garten mehr oder weniger bepflanzt sein. Das ist uns gelungen – gar nicht so einfach wenn man nach Stundenplan gärtnern muss. Feiertage, Ferien und Schulveranstaltungen schmälern immer wieder die Stunden….

20110528-105652.jpg

und etwas Spass gehört auch dazu…

20110529-113630.jpg

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.